Rollenspiele beleben den Alltag

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Momentan stecke ich in vielen Rollen gleichzeitig. Einerseits bin ich Redakteurin für das Magazin Kopfsache, andererseits Chefredakteurin der Zimmerstunde. War vergangene Woche Trainee und bin diese Woche Trainerin. Dabei ist mir aufgefallen, wie gut mir dieser Perspektivenwechsel tut. Ich genieße es, meine Rollen und somit Perspektive ab und an zu wechseln. Das inspiriert mich und ich profitiere vom Verständnis für die jeweils andere Seite.

Auch beim Karneval in Venedig konnte ich beobachten, wie sehr es vor allem ältere Paare es genossen, in Gewändern aus Brokat und Samt gekleidet am Markusplatz zu flanieren. Sie fühlten sich in dieser Rolle sichtlich wohl, schienen in einer anderen Zeit zu wandeln und schätzten die Bewunderung von uns Touristen.

So glaube ich, kann es in jeder Branche und in jeder Position inspirierend sein, ab und zu eine andere Maske überzustülpen. Vom Chef in die Mitarbeiterrolle – aber auch umgekehrt. Doch dieses Gespür für die andere Sicht auf die Dinge hält nicht für immer an. Die Schimpftirade eines Taxifahrers mit Migrationshintergrund über Flüchtlinge hat mir gezeigt, dass es diesen Rollentausch immer wieder braucht, um Verständnis für die jeweils andere Situation zu bewahren und damit den eigenen Horizont weiter auszudehnen. Dasselbe funktioniert übrigens auch bei Geschichten: Wir schlüpfen in die Rolle eines anderen und können dadurch Verständnis aufbringen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute und morgen noch ein fröhliches Treiben!

Alles Liebe,

Nina Karner

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